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Denn wenn Sie erst einmal in die “
Schuldknechtschaft” der Banken geraten sind, wird es schwierig, sich daraus wieder zu befreien. Solange Sie Ihre Raten zahlen haben Sie ja einigermaßen Ruhe vor der Bank, sieht man mal davon
ab, dass jedes Jahr nach Einkommensverhältnissen, nach Bilanz usw. gefragt wird und Sie vielleicht immer mehr Sicherheiten stellen müssen.
Aber wehe, es kommt etwas dazwischen, sei es dass bei
Ihnen als Selbständiger die Auftragslage gerade schwächelt oder einfach nur ein schlechtes Rating nach Basel II oder vielleicht auch einfach nur weil Ihre Bank sich von Selbständigen trennen will. Gründe
zu finden gibt es genug.
Aber vielleicht sind Sie ja auch
Arbeitnehmer und werden von heute auf morgen arbeitslos, aus welchen Gründen auch immer.
Dann ist der Ärger vorprogrammiert.
Anfangs scheint ja noch alles gut zu
gehen, mit dem Arbeitslosengeld können gerade noch die monatlichen Raten bezahlt werden, beim Essen, Kleidung, Auto und anderen Lebenshaltungskosten wird bereits gespart. Und reicht das nicht mehr,
werden die Ersparnisse angegriffen, nur um die Bank bezahlen zu können.
Freilich haben Sie schon seit längerem
ein ungutes Gefühl und rechnen sich bereits aus, was passiert, wenn das Geld zur Neige geht, können vor lauter Unruhe nicht mehr richtig schlafen, bekommen Depressionen und drehen sich mit Ihren Gedanken
nur noch im Kreis, weil Sie nicht mehr wissen, wo Sie irgendwann das Ged herbekommen sollen für die monatliche Rate. Aber trotz dieses Gefühls, dieses Wissen um das zwangsläufig kommende, zahlen Sie
von dem bißchen Geld das Ihnen noch bleibt, erst die Raten an die Bank um nur nicht bereits schon heute mit der Bank Ärger zu bekommen.
Ich kenne Leute die das solange machten,
bis alles Ersparte aufgebraucht, jede Lebensversicherung gekündigt und das Ersparte, das eigentlich für die Altersversorgung diente, an die Bank bezahlt war. Und irgendann war schließlich doch der
Zeitpunkt gekommen, an dem Sie nichts mehr hatten, außer dem eigenen Haus, welches zwar bereits zur Hälfte abbezahlt war, aber für das Sie trotzdem noch immer die monatlichen Raten zahlen mussten, obwohl
Sie nichts mehr besaßen
Und dann tritt plötzlich die Situation
ein, dass die Bank sämtliche Kredite kündigt, dass keine Kontoverfügungen mehr zugelassen und Lastschriften zurückgegeben werden. Telefon haben Sie auch nicht mehr, Sie müssen mit einem teuren
Prepaid Handy vorlieb nehmen, weil Ihnen die Teefongesellschaft gekündigt hat. Ihre umfangreiche Sammlung von Mahn- und Vollstreckungsbescheiden füllt bereits mehrere Ordner und der Gerichtsvollzieher
geht bei Ihnen ein und aus. Den Postboten sehen Sie am liebsten von hinten und Sie wünschen verzweifelt Sonn- und Feiertage herbei, denn an diesen Tagen erfolgt keine Postzustellung
Natürlich wollen Sie es sich nicht
eingestehen aber tief im Inneren erkennen Sie, dass Sie jegliche Lebensfreude und Kraft verloren haben, weil Sie nur um der Erhaltung Ihres Traums von den eigenen vier Wändern der Bank alles was Sie
besaßen, geopfert haben.
Und nun müssen Sie erkennen, dass die
Bank - ohne Ihre vergangenen Anstrengungen zu würdigen - zum finalen Abschuss greift und die Einleitung des Zwangsversteigerungs- verfahrens gegen Sie beantragt.
Und Sie merken, dass es der Bank
scheißegal ist, ob Sie das Haus bereits zur Hälfte abbezahlt haben, ob Sie damals beim Bau oder Kauf selbst 100.000 DM Eigenkapital hatten.
Und spätestens dann wird Ihnen klar
sein, dass Sie keinerlei Verständnis oder Entegegenkommen erwarten dürfen. Spätestens wenn Vollstreckungsmaßnahmen durch Zustellung der Grundschuldbestellungsurkunde und Beantragung des
Zwangsversteigerungsverfahrens eingeleitet sind, wird sich die Bank auch nicht mehr auf Gespräche mit Ihnen einlassen. Denn Sie haben ja nichts mehr. Selbst das Geld für einen Rechtsanwalt können Sie
sich nicht mehr leisten und Prozesskostenhilfe wird Ihnen auch nicht gewährt.
Die menschliche Seite dieser Tragödien zeigt sich dann immer wieder in der Frage, wie soll es weiter gehen. "Das einzige, was mir jetzt noch bleibt, ist das Sozialamt.“
Bevor
Sie es so weit kommen lassen aber auch wenn es bereits so weit ist, vielleicht können wir Ihnen doch noch mit unserem Wissen helfen. Auch wenn Sie denken, es wäre vielleicht bereits zu spät.
Denn auch Banken sind
nicht unfehlbar und machen Fehler. Einige davon finden Sie auf diesen Seiten.
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